„Die heutigen PISA-Ergebnisse sind ein Alarmsignal: Deutsche Schülerinnen und Schüler schneiden so schlecht ab wie nie zuvor. Immer mehr Jugendliche erreichen nicht einmal die notwendigen Basiskompetenzen.
Auch in Niedersachsen beginnt mehr als jedes vierte Kind die Schulzeit mit sprachlichen Problemen. Über 2.000 Kinder wiederholen bereits die erste Klasse. Deshalb dürfen wir nicht erst versuchen, Defizite bei 15-Jährigen zu reparieren. Wir müssen deutlich früher ansetzen. Denn Sprache ist die Grundlage, um dem Unterricht auch in Mathematik und Naturwissenschaften folgen zu können.
Wir haben bereits im April einen Gesetzentwurf für eine verbindliche und landesweit einheitliche Sprachstandsfeststellung im vorletzten Kita-Jahr vorgelegt. Wird dabei Förderbedarf festgestellt, muss eine verbindliche Sprachförderung folgen.
Kultusministerin Hamburg muss endlich dafür sorgen, dass Sprachförderung in Niedersachsen früher, verbindlicher und zielgerichteter erfolgt. Echte Bildungsgerechtigkeit beginnt damit, dass alle Kinder dem Unterricht vom ersten Schultag an folgen können.“