„Die heutige Unterrichtung hat deutlich gemacht: Der mutmaßliche Täter G. verfügte über keinen Aufenthaltstitel und konnte sich dennoch über Jahre im Land bewegen, ohne dass daraus offenbar die notwendigen Konsequenzen gezogen wurden. Obwohl verschiedene Behörden mit ihm befasst waren und einzelne Informationen über ihn vorlagen, wurden diese nicht rechtzeitig zu einem Gesamtbild zusammengeführt. Zudem ist weiterhin völlig unklar aus welchen finanziellen Mitteln G. seinen Lebensunterhalt bestritten hat. Staatliche Leistungen hat er offenbar nicht bezogen.
Im Wesentlichen hat sich die Innenministerin heute auf die laufenden Ermittlungen berufen und kaum neue Erkenntnisse präsentiert. Mehr als zwei Monate nach der schrecklichen Mordtat ist das zu wenig. Auch zur Motivlage des Täters konnte die Ministerin keine näheren Angaben machen. Gerade hier ist eine zügige Aufklärung dringend erforderlich, um den bereits kursierenden Spekulationen in der öffentlichen Berichterstattung belastbare Fakten entgegenzusetzen. Insbesondere die Familien der Opfer haben ein Recht darauf, dass die Hintergründe der Tat umfassend und schnellstmöglich aufgeklärt werden.“