Sicherheit der Erzeugung erneuerbarer Energien: Sind die Anlagen ausreichend gegen Cyberattacken geschützt?

Die Welt am Sonntag berichtete am 19. Januar 2025 unter der Überschrift „Xi Jinping kann Deutschland den Strom abschalten“, dass sich viele in Deutschland installierte Photovoltaikanlagen per Internetsignal abschalten ließen. Da in vielen Anlagen Wechselrichter chinesischer Hersteller verbaut seien, würde dies der chinesischen Regierung im Krisenfall die Möglichkeit eröffnen, in Deutschland einen Blackout auszulösen. In anderen Ländern sei es in der jüngsten Vergangenheit demnach bereits zur Abschaltung von Photovoltaikanlagen durch chinesische Hersteller gekommen.

Verschärft werde das Problem durch die Absicht der Bundesregierung, chinesische Hersteller zwecks Netzstabilisierung in verbrauchsarmen Zeiten, etwa während Feiertagen, um die gezielte Trennung deutscher Photovoltaikanlagen vom Netz zu bitten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt davor, ausländischen Herstellern Zugriff auf eine so große Zahl von Anlagen im europäischen Verbundnetz zu eröffnen.

Windenergieanlagen werden nach Aussage in der Welt am Sonntag oft mit Steuerungskomponenten aus chinesischer Produktion ausgestattet. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) warnt, dass dadurch jede Anlage von außen ansteuerbar und erheblichen Cyberrisiken ausgesetzt sei. Litauen habe angesichts der skizzierten Risiken den Einbau chinesischer Steuerungskomponenten bereits untersagt.

Vor diesem Hintergrund habe ich zusammen mit meinen Kollegen Axel Miesner MdL und Jonas Pohlmann MdL bei der Landesregierung nachgefragt, wie diese Situation eingeschätzt wird.

Die Antworten der Landesregierung auf unsere Anfrage könnt ihr in diesem PDF einsehen: 19-06727_Erneuerbare Energien – Schutz gegen Cyberattacken