Niedersachsen braucht einen wirksamen Hochwasserschutz

Hannover. „Beim Weihnachtshochwasser 2023/2024 standen Deiche unter enormen Druck, Straßen und Grundstücke wurden überflutet, Einsatzkräfte arbeiteten bis zur Erschöpfung und Menschen mussten ihre Häuser verlassen“, erklärt die umweltpolitische Sprecherin Verena Kämmerling. Hochwasserschutz gehört zum Kern der staatlichen Daseinsvorsorge. “Deiche dürfen deswegen nicht nur im Haushaltsansatz ‘geplant’, sondern sie müssen auch endlich ‘gebaut’ werden.”

Rund 21 Prozent der Fläche Niedersachsens können potenziell von Hochwasser oder Sturmfluten betroffen sein. Deswegen fordert Kämmerling: „Wir brauchen eine vollständige Bestandsaufnahme der Schutzanlagen, klare Maßnahmenpläne, schnellere Planung und Genehmigung, leistungsfähige Rückhaltebecken, bessere Ausstattung des Katastrophenschutzes sowie mobile Deichsysteme. Seit dem Weihnachtshochwasser fehlen vollständige Daten zu Evakuierungen. Hierzu liegen weder belastbare Simulationen noch ausreichende praktische Erfahrungen vor.“

„Ein besserer Hochwasserschutz in Niedersachsen ist machbar. Es braucht klare Verantwortlichkeiten und im Zweifel eine eindeutige Priorität: Der Schutz von Menschen muss an erster Stelle stehen“, so Kämmerling abschließend.