Statement des Fraktionsvorsitzenden zur Einigung im Aufsichtsrat von Volkswagen

Lechner: „Zum Glück wurde die Eskalation des auf offener Bühne ausgetragenen Streites im letzten Moment noch vermieden. Damit konnte noch größerer Schaden für den gesamten Volkswagen-Konzern abgewendet werden.

Damit enden allerdings bereits die positiven Nachrichten. Denn für Niedersachsen ist damit noch nichts geklärt, die quälende Hängepartie geht weiter. Die Entscheidungen über die Werke wurden vertagt. Unklar ist auch, wie der Abbau der Zehntausenden von Arbeitsplätzen ablaufen soll. Die VW-Beschäftigten sind heute genauso verunsichert wie gestern vor der Sitzung des Aufsichtsrates.

Es fehlen leider weiterhin die klaren Perspektiven. Gerade diese Perspektiven hätten in den vergangenen zwei Jahren längst erarbeitet werden müssen. Die Beschäftigten und die niedersächsischen Standorte brauchen endlich Klarheit darüber, wie es weitergeht. Wir erwarten deshalb von der Landesregierung konkrete Antworten und einen eindeutigen Plan für die Zukunft von Volkswagen in Niedersachsen. Als Opposition werden wir dabei selbstverständlich konstruktiv mithelfen.

Für uns ist klar: Wir kämpfen hier um jeden Arbeitsplatz und um jeden Standort.“