„Die schwierige Lage vieler Milchviehbetriebe zeigt, wie stark unsere Landwirte von internationalen Märkten abhängig sind. Staatliche Preissteuerung kann darauf keine nachhaltige Antwort sein. Entscheidend ist vielmehr, dass unsere Betriebe die Freiheit haben, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und ihre wirtschaftlichen Entscheidungen selbst zu treffen.
Was unsere Landwirte jetzt brauchen, sind verlässliche Rahmenbedingungen statt zusätzlicher Markteingriffe. Dazu gehört vor allem weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit und eine Politik, die den Betrieben wieder Luft zum Atmen lässt. Gleichzeitig müssen wir die landwirtschaftliche Ausbildung weiter stärken. Gerade an den berufsbildenden Schulen geht es darum, junge Landwirte noch besser auf die wirtschaftlichen, technischen und unternehmerischen Anforderungen ihres Berufs vorzubereiten. Gut ausgebildete Betriebsleiter sind eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass unsere Landwirtschaft auch in schwierigen Marktphasen erfolgreich bestehen kann.
Verwundert nehmen wir zur Kenntnis, dass das Landwirtschaftsministerium in seiner Pressemitteilung die Position des Landvolks Niedersachsen, das immerhin rund 90 Prozent der Landwirte in Niedersachsen vertritt, unberücksichtigt gelassen hat, obwohl diese beim Gipfel mit am Tisch saßen.“